Über­strom­schutz als neue An­forderung

Gemäss der neuen Norm SEV1011:2009/A1:2012  müssen ab dem 1. Januar 2016 Steckdosenleisten mit Typ13 Steckdosen (10A) mit einem Überstromschutz (Overcurrent Protecion OCP) ausgerüstet werden.
Steckdosenleisten ohne diesen Überstromschutz dürfen noch bis zum 31.12.2015 hergestellt, resp. importiert und bis zum 31.12.2018 verkauft werden.

Was ist ein Überstromschutz?
Der Überstromschutz ist eine Sicherung. Dies kann als LS (Leitungsschutz), Schmelzsicherung oder Bimetall-Element ausgeführt sein. Für unsere Produkte ist der LS in der Regel bezüglich der Masse zu gross und die Schmelzsicherung eher unerwünscht, da diese nach Ansprechen ersetzt werden muss. In unseren Produkten findet deshalb das Bimetall-Element Anwendung, da dieses nach Ansprechen zurückgestellt (reset) werden kann. Wir setzen in unserem Sortiment zwei Varianten ein:

  • ein reines Bimetall-Element, das durch Drücken auf den Reset-Knopf zurückgestellt werden kann. Diese Version findet dort Anwendung, wo ein On-Off-Schalter unerwünscht ist.
  • einen Wippenschalter mit integriertem Überstromschutz, eine kombinierte Version.

Was bewirkt der Überstromschutz?
Er verhindert, dass das Erzeugnis, z.B. eine Steckdosenleiste überlastet wird.
Beispiel: Eine Steckdosenleiste (10A) mit Typ12 Stecker wird in eine Steckdose Typ23 (16A) eingesteckt. In die Steckdosenleiste werden 2 Raclette Öfen mit je 1800W eingesteckt. Die Gesamtleistung liegt also bei total 3600W und die 16A-Sicherung der Typ23-Steckdose löst nicht aus. Die Steckdosenleiste ist jedoch für 2300W ausgelegt und wird dadurch überlastet.
Der Überstromschutz schützt somit vor Sach- und Personenschaden.

Falls Sie diesbezüglich Fragen haben, helfen wir gerne weiter. Hier finden Sie Ihre Ansprechspersonen.

Weitere Informationen zur Normänderung entnehmen Sie bitte dem Informationsschreiben ESTI.


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